Biodiversität durch Bienenbeete und Bienenwiesen

In der Stadt Neuwied ist die Förderung der biologischen Vielfalt schon seit geraumer Zeit ein wichtiges Thema. Und so fallen in den vergangenen Jahren immer häufiger Grünflächen im Stadtgebiet auf, die länger stehen bleiben dürfen oder auch naturnaher angelegt werden. Gemeinsam mit den Servicebetrieben Neuwied arbeitet die Stadt daran, diese Insektenschutzflächen in der Stadt zu etablieren.

Das Neuwieder Bienenbeet ist ein bienenfreundliches und pflegeleichtes Beet aus einer Mischbepflanzung aus einheimischen Wild- und Blütenstauden sowie Zwiebelpflanzen. Die Pflanzen blühen vom Frühjahr bis Herbst. Das Bienenbeet dient Insekten, Vögeln sowie Kleintieren als Lebensraum und Nahrungsquelle. Beispielsweise vor dem Verwaltungsgebäude in der Engerser Landstraße, im Carmen-Sylva-Garten oder auch in Baumscheiben, wie etwa im Rheintalweg, sind Neuwieder Bienenbeete zu finden. Diese Beete zeigen den Bürgern eine Alternative auf, zu den auch in Neuwied immer häufiger anzutreffenden Schottergärten, die jedoch weder pflegeleicht, noch förderlich für die Biodiversität oder das Mikroklima sind.

Vielleicht mag sich mancher wundern, was dort für kleine Steinchen im Bienenbeet sind. Dies ist eine mineralische Mulchschicht, die Wasser speichert und Mineralien freigibt. Sie bietet Verdunstungs- und Erosionsschutz, Reduktion des Pflegeaufwandes und passt optisch zum Steppencharakter dieser an sonnigen Standorten angelegten Bienenbeete. Wichtig hierbei ist auch die Pflanzendichte von 6 bis 8 Stauden pro Quadratmeter, die die Fläche nach und nach komplett abdeckt. Mit einem Schotterbeet, in welchem grobkörnige Steine verwendet werden, meist ohne Bepflanzung, hat eine mineralische Mulchung nichts gemeinsam.

Neben Neuwieder Bienenbeeten werden auch Neuwieder Bienenwiesen im ganzen Stadtgebiet entwickelt oder angelegt. Dies sind Flächen, die extensiv gemäht werden, also maximal zweimal im Jahr. Was zunächst vielleicht wie ein „Pflegerückstand“ wirkt, ist allerdings Absicht, denn durch das weniger Mähen können die Insekten in der Fläche mehr Nahrung und einen Lebensraum finden. Im Bereich von Straßenbegleitgrün wird zum Teil nur noch ein Streifen direkt an der Straße oder dem Weg gemäht, und zwar aus Gründen der Verkehrssicherheit. Der Rest wird stehen gelassen und erst ab Juni/Juli das erstmals gemäht. Bei anderen Flächen wird Bienenweidensaatgut ausgebracht oder es werden Blühstreifen angelegt. Auch die extensive Beweidung von Flächen trägt zur Förderung der Biodiversität bei.

Mehr Infos und Fotos dazu: www.neuwied.de/umwelt.html