Stadt sieht Artenvielfalt auch als kommunale Aufgabe

Bunte Schilder weisen auf Insektenschutzflächen hin

Bunte Blumen am Straßenrand. Was viele schon allein aus optischen Gründen erfreut, dient noch einem mindestens ebenso wichtigen Zweck: der Förderung der biologischen Vielfalt. Bereits seit einigen Jahren legt die Stadt gemeinsam mit den Servicebetrieben Insektenschutzflächen in Neuwied an oder sie entwickelt sie aus bereits bestehenden Flächen.

Die Bienenwiesen etwa im äußeren Raiffeisenring sind ein gutes Beispiel. Nur zweimal im Jahr werden sie gemäht, um ausreichend Nahrung und Lebensraum zu bieten. „Biodiversität ist für die Stadt Neuwied schon länger ein wichtiges Thema“, betont Oberbürgermeister Jan Einig und verweist auf eine weitere Variante naturnaher Gestaltung städtischen Grüns: die Bienenbeete, die unter anderem am Hochhaus der Verwaltung oder im Carmen-Sylva-Garten Raum für Insekten, Vögel und Kleintiere bieten.

„Angesichts der Bedrohung der Artenvielfalt und unseres Klimas sehen wir auch uns als Kommune in der Verantwortung, Beiträge zu leisten“, unterstreicht Beigeordneter Ralf Seemann. Eine neue Beschilderung soll dieses bedeutende Thema nun noch etwas stärker ins Blickfeld rücken. Entworfen wurden die Hinweise im Rahmen der Kampagne „Neuwied auf sauberen Pfoten“. Denn ob es um Sauberkeit oder um eine möglichst intakte Natur geht, beides fördert das Wohlfühlen in der Stadt. Weitere Infos dazu gibt`s auf www.neuwied.de/umwelt.html . Wer mehr über die Saubere-Pfoten-Kampagne wissen möchte, erfährt dies nun auf einer neuen Homepage.

Zu dem Foto:
Insektenschutzflächen gibt es unter anderem im äußeren Raiffeisenring. Hier wurde auch das erste der Hinweisschilder in der Saubere-Pfoten-Optik aufgestellt. Dabei unterstrichen (v.l.) Beigeordneter Ralf Seemann, Oberbürgermeister Jan Einig, SBN-Geschäftsfeldleiter Frank Schneider und Stadt-Pressesprecher Erhard Jung, der die Saubere-Pfoten-Kampagne koordiniert, die Bedeutung der stadtweit entwickelten Flächen.